Libre Office oder Open Office

AOO/LO für MacOS, Solaris ...

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saschar
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Libre Office oder Open Office

Beitrag von saschar »

Morgen,

ich habe über die letzten paar Jahre immer mal wieder gewechselt zwischen den beiden Versionen, war mir aber nie wirklich sicher wo genau der Unterschied lag. Habe es jetzt glücklicherweise mal hier in Erfahrung gebracht und bin aber nur bedingt schlauer. Jetzt weiß ich zwar warum es zwei Versionen gibt und auch, dass sie nahezu identisch sind, allerdings muss es ja auch einen Unterschied für den User geben oder?
Ich benutze zurzeit Libre Office auf meinem Mac und OpenOffice auf dem PC. Ich hatte zumindest das Gefühl, dass Libre Office meinen Mac weniger beansprucht als Open Office, was ich zuvor installiert hatte. Aber dafür gibt es manchmal kleine Eingabeverzögerungen. Hat jemand eine Ahnung wie das in der Realität aussieht, auf Mac OS bezogen?
Ist eine Version ressourcenschonender? Läuft eine stabiler als die andere? Oder ist es wirklich vollkommen egal? Wie sind eure Erfahrungen?

Grüße!
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Constructus
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Re: Libre Office oder Open Office

Beitrag von Constructus »

Hallo saschar,

hängt davon ab... Das meiste dürfte Ansichtssache sein. Der Erneuerungszyklus bei LibO ist wesentlich kürzer, da gibt es sehr häufig neue Versionen. Das kann zwar sinnvoll sein, wenn Fehler ausgemerzt werden, aber es sieht immer noch so aus, daß ein reparierter Fehler garantiert auch einen anderen neuen Fehler erzeugt...

Ich hab jetzt keine Vorstellung, wie sich das Mac- System verhält- unter Linux gibt es ja sog. Repo- Versionen, die vom System her nahezu selbsttätig erneuert werden; unter WIN gibt es das nicht. Und bei MAC? k. A.

AOO wird, jedenfalls im Moment noch, sehr viel seltener upgedatet; da hast Du mehr Ruhe, läufst aber Gefahr, daß Fehler bedeutend länger erhalten bleiben. Unter allen mir derzeit bekannten Betriebssystemen erfordert AOO bei Installation und Update manuelle Eingriffe, LibO nur bei Installationen aus der Originalquelle.

Die aktuelle 4er Version des AOO ist rein äußerlich ein wenig an die letzte IBM- Lotus- Version angepaßt (die ich aber nicht kenne), und die manchen Leuten besser gefiel als die nur wenig veränderte LibO- Optik. Aber angeblich tauschen sich beide freien Offices auch untereinander aus, sodaß die Optiken wohl bald wieder ähnlich werden. Interne wesentliche Unterschiede kenne ich nicht, aber da möge man mich korrigieren.

Also derzeit: mehr Ruhe bei AOO, mehr Aktionismus bei LibO. Ich hab derzeit keine Unterschiede bemerkt, wenn ich Dokumente von einem zum anderen System verfrachte; aber im täglichen Einsatz habe ich nur LibO. Immerhin habe ich auf mehreren Installationen beide freien Offices parallel installiert- sie tun sich derzeit nichts, weil beide von sich aus andere Installationsorte im Basissystem wählen und auch jeweils eigene Nutzerverzeichnisse erzeugen.

Vielleicht schildert noch jemand anders seine Eindrücke?

Viel Spaß

Constructus
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Re: Libre Office oder Open Office

Beitrag von pmoegenb »

Hallo Constructus,

Du bist einem Spammer aufgesessen. Siehe viewtopic.php?f=16&t=62093
Gruß

Peter
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Constructus
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Re: Libre Office oder Open Office

Beitrag von Constructus »

pmoegenb hat geschrieben: Du bist einem Spammer aufgesessen. Siehe viewtopic.php?f=16&t=62093
Hallo Peter,

danke für den Hinweis. Ich hatte den Sascha mit R zwar irgendwie in Verdacht, hab mir bei der Frage, die ich beantwortet habe, aber wenig "mißtrauliches" gedacht. Einerseits- andererseits- einen echten Verlust hat mir die Antwort nicht gebracht. :D

Die INetwelt ist doch mit allen Wassern gewaschen :(

Mit einem Zwinkern

Constructus
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Macsimum
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Re: Libre Office oder Open Office

Beitrag von Macsimum »

Das Thema bleibt diskussionswert.
Ich habe LibreOffice 4.1.0.4 mit deutschem Sprachpaket auf meinem MacBook Pro ausprobiert und werde es jetzt nicht mehr benutzen. Mich hat gleich sehr irritiert, dass bei der Eingabe von ä,ö,ü und ß ein paar Sekunden der Regenbogenkreisel meine Arbeit unterbricht, bis der Umlaut dann angezeigt wird.
Libre Office schmiert mir aber auch ziemlich oft ab, vorallem wenn ich das Programm beende, wenn die geöffneten Dokumente noch ungespeicherte Veränderungen haben. Es ist auch schon beim Öffnen eines neuen Fensters für das gleiche Dokument oder gänzlich unerwartet passiert.

Anmerkung: Die Spaltung in Open Office und Libre Office schadet meiner Ansicht nach in der Summe den Nutzern und damit dem Grundgedanken zur gemeinschaflichen Entwicklung freier Software. Aber das ist ein anderes Thema und soll in einem anderen Thread diskutiert werden.
der vom anderen System
MAC Book Pro 2,5 GHz Intel Core i7, OS X 10.7.5 AOO400m3(Build:9702)

ZappoB

Re: Libre Office oder Open Office

Beitrag von ZappoB »

Egal welche Intention der Autor des Threads hatte, die Frage wird wirklich oft diskutiert und auch ich bin aufgrund des Threadtitels hier gelandet und möchte meine Meinung abgeben:

Ich habe zuerst mit LibreOffice experimentiert und etliche Probleme festgestellt, z. B. das LO meine Briefpapiervorlage (in LO erstellt!) als .DOC Datei selbst nicht mehr fehlerfrei öffnen konnte, ich MUSSTE also im ODF-Format speichern und eine Kompatibilität mit MS-Office war nicht mehr gegeben. OpenOffice hat hier deutlich weniger Probleme, mein Briefpapier sieht beim öffnen als DOC genauso aus, wie als ODF. Das hat mir schon mal sehr gut gefallen.

Weiterhin hatte ich bei LO mit aufgezeichneten Makros den Fehler, dass diese nach einigem Speichern auf einmal nicht mehr funktionierten, obwohl sie augenscheinlich unverändert aufgeführt wurden. Auch das ist mir bislang mit OO noch nicht passiert.

Auch zeigten sich in Calc Darstellungsfehler mit bedingten Formatierungen, die nach dem Speichern und neu Laden einer Calc-Datei einfach verschwunden waren.

Es waren noch mehr solcher Kleinigkeiten, die mich nun zu OO getrieben haben - nicht dass dies fehlerfrei wäre, aber IMHO doch etwas stabiler.

Just my 2 cents.

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Re: Libre Office oder Open Office

Beitrag von Constructus »

Hallo ZappoB,

ständig gibt es in beiden Programmen irgendwelche Änderungen; daneben sind die Anforderungen fast jedes Nutzers an die Officeprogramme anders. Nach wie vor aber kann die dauerhafte Konvertierung zwischen MSO- und OO- Formaten nur zu Mißständen führen.

Wenn ich die Nachrichten zu AOO richtig rekapituliere, ist dort ein Teil des "professionellen" Wissens von IBM eingewandert. Kann schon sein, daß es da weniger sichtbare Konvertierungsprobleme gibt. Aber wie lange denn? Zwischen beiden freien O's findet doch ein ständiger Austausch statt...
Aber aus meiner Sicht ist es wenig sinnvoll, OO (AOO/ LibO)- Vorlagen unter MSO einzusetzen. Unter MSO funktionieren eben auch nur mit MSO erstellte Vorlagen korrekt, alles andere ist Wunschdenken. Natürlich hängt das auch von der Komplexität der Vorlagen ab.
Wenn ich z.B. meine Writer- Dokumentvorlage mit halbautomatischem Inhaltsverzeichnis, Kapitelnumerierung, Kopf- und Fußzeilen, automatischem Datum, weiteren kleinen Spielereien in MSO einsetzen will, kann das überhaupt nicht funktionieren. Beschweren darüber mußt Du Dich aber in Redmond... die hätten statt ihrem seltsamen docx- Format ganz einfach auch das odf.- Format anwenden können. Lizenz- und Patentprobleme hätte es dabei nicht gegeben. Klar, daß make- money das verbietet.

Haben wir schon hundertmal diskutiert... letztlich ohne dauerhafte Lösung.

Trotzdem viel Spaß mit den freien O's

Constructus
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