"Sehr intuitiv bedienbar ist der Writer nicht" - Stimmt das?

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Rocko
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"Sehr intuitiv bedienbar ist der Writer nicht" - Stimmt das?

Beitrag von Rocko » Sa, 19.01.2013 09:22

Mit der intuitiven Bedienbarkeit ist das so eine Sache! Je komplexer ein Programm ist, desto mehr wird eine Gebrauchsanweisung unabdingbar.

Wer eine Textverarbeitung mit einer Schreibmaschine verwechselt und damit nur einen geringen Prozentanteil der Möglichkeiten ausnützt, wird oft durch die Vielfalt der vorhandenen Bedienungsmöglichkeiten überfordert.

Eine intuitive Bedienung ist erst dann möglich, wenn sich der Anwender an gewisse Regeln hält, die aber bei jedem Programm unterschiedlich sein können, aber für sein Vorgehen unabdingbar sind. Hier ein Beispiel:

Copy & Paste - Kopieren/Ausschneiden & Einfügen
  • Für den Erstanwender geht der Weg zunächst über das "Menü - Bearbeiten". Die drei Begriffe "Ausschneiden - Kopieren - Einfügen" sind jeweils nur dann aktiv, wenn sie auch ausgeführt werden können. Es muss zunächst etwas markiert sein, bevor es ausgeschnitten/kopiert werden kann. Sobald das Markierte im Zwischenspeicher abgelegt ist, steht es zum Einfügen zur Verfügung. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass auch die Formatierung mit abgelegt wurde.
  • Im Menü werden Tastenkombinationen für diese Funktionen angezeigt und somit auch die zweite alternative Vorgehensweise.
  • Häufig wird die dritte Alternative vergessen, nämlich der Weg über das Kontextmenü, das mit einem Rechtsklick geöffnet wird und nur Menübefehle für die jeweilige Bearbeitungssituation zur Verfügung stellt.
  • Wer vor allem mit der Maus arbeitet, hält sich häufig an die Symbole in den jeweiligen Symbolleisten, somit der vierten Alternative. Auch dort findet er nämlich die gewünschten Funktionen.
Diese vier alternativen Vorgehensweisen liefern beim Einfügen grundsätzlich auch die Formatierung mit. Wenn aber die vorhandene Formatierung nicht überschrieben werden soll, darf nur der Inhalt der Zwischenablage ohne Formatierung eingefügt werden.
  • Die Intuition sollte jetzt dem Erstanwender sagen, dass er dazu im Menü nachschauen sollte. Und tatsächlich gibt es dort eine Ergänzung: "Inhalt einfügen"
  • Auch dafür gibt es eine Tastenkombination.
  • Alternativ ist der Eintrag auch im Kontextmenü zu finden.
  • Nur die Symboldarstellung verwirrt zunächst. Allerdings ist beim genaueren Hinschauen festzustellen, dass neben dem "Einfügen-Symbol" ein kleiner Pfeil mit eigener Schaltfläche nach unten zeigt (Ähnliches ist in der Formatierungssymbolleiste auch bei "Zeichenhintergrund" u.a. zu finden.). Der Pfeil öffnet ein Auswahlfenster, in dem alle Möglichkeiten des Einfügen aufgelistet sind, auch die Möglichkeit des "normalen" Einfügens. Der Pfeil bietet damit eine Wiederholung des "normalen" Einfügemodus, die abgekürzt durch einen einfachen Klick auf das Symbol selbst ausgelöst werden kann und das jeweilige Aufklappen des Auswahlfensters damit verhindert.
  • Als benutzerfreundliche Zusatzfunktion ist der "Langklick" auf das "Einfügen"-Symbol zu werten. der anstatt des kurzen Klicks auf den Pfeil ebenfalls das Auswahlfenster öffnet (das gilt analog auch für andere Symbole mit einem Pfeil daneben).

    Diese Zusatzoption kann entweder durch Lesen der Gebrauchsanleitung (F1 = Hilfe) gefunden werden, oder wird zufällig durch Ausprobieren entdeckt. Wo aber bleibt hier die Intuition?
Hast du schon mal einen Blick in die Writer-FAQ und in die Calc-FAQ des Forums geworfen?
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Thomas Mc Kie
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Re: "Sehr intuitiv bedienbar finde ich den Writer ja nicht"

Beitrag von Thomas Mc Kie » Sa, 19.01.2013 10:38

Hallo Rocko,

der Beitrag stößt doch sicher eine Diskussion an, oder verstehe ich den Sinn und Zweck falsch?

Siehe dazu Forumsregeln
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Sofern es um die Konservierung der verschiedenen Methoden zum Einfügen geht, sollte die Überschrift angepasst und der Inhalt auf das Beispiel begrenzt werden.

Grüße

Thomas

Rocko
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Re: "Sehr intuitiv bedienbar finde ich den Writer ja nicht"

Beitrag von Rocko » Sa, 19.01.2013 11:43

Thomas Mc Kie hat geschrieben:der Beitrag stößt doch sicher eine Diskussion an, oder verstehe ich den Sinn und Zweck falsch?
Eine Diskussion wollte ich damit nicht anstoßen. Die Überschrift sollte nur Anreiz zum Lesen sein. Weil aber der intuitive Bedienbarkeitswunsch häufig an der Komplexität der Möglichkeiten scheitert, wollte ich darauf mit einem Beispiel gezielt hinweisen.

Da ich diese Zusammenhänge nicht unter den Tisch fallen lassen wollte, habe ich mich nicht für die FAQ, sondern für das Wissensarchiv entschieden.
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