Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

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Stephan
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Stephan » Mo, 20.12.2010 07:04

Die Katze ist aus dem Sack
Aus Staroffice wurde "Oracel Open Office"
das Alles ist seit MONATEN bereits so.
Ich meine das ist klare Täuschung
Ich meine im Gegenteil, denn Oracle nutzt hier nur, völlig legal, Marrkenrechte die es von SUN erworben hat.

USA:
http://tess2.uspto.gov/bin/showfield?f= ... ihuhmp.2.1
http://tess2.uspto.gov/bin/showfield?f= ... ihuhmp.2.2

EU:
suche bei:
http://oami.europa.eu/CTMOnline/Request ... earchBasic

unter "Wortlaut der Marke"

nach: "enthält" "OpenOffice"
Damit wird sich Oracel keine Freunde machen,


abwarten, Oracle hat zumindest derzeitig mit sehr guten Ergebniszahlen, selbst mich, überrascht

siehe z.B.:
http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/1012/80194.html
wer den Prozess aufmerksam verfolgt
wird nicht übersehen haben an welche Fronten Oracel zur Zeit erheblichen Einfluss auf die Open Szene nimmt.
UNd das ist prima so, denn jeder sollte sich hierbei beteiligen, auch große Unternrehmen wie Oracle.
Für mich hat einzig Libre Office die Zukunft im Bereich freier offener Software
Für mich hat da Vieles Zukunft, denn gerade die Vielfalt ist es die für OpenSource spricht.


Gruß
Stephan

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von hylli » Mo, 20.12.2010 12:29

Für mich hat einzig Libre Office die Zukunft im Bereich freier offener Software
Hättest Du noch hingeschrieben "im Bereich Office-Software", dann hätte man ja bedingt zustimmen können, auch wenn's mit KOffice, Gnome Office & Co. durchaus auch noch brauchbare Alternativen gäbe.
Für mich hat da vieles Zukunft, denn gerade die Vielfalt ist es die für OpenSource spricht.
So isses!

Hylli :)
Ein Dankeschön für eine Lösung tut nicht weh!
Wer eine Lösung selbst findet, sollte die für die Nachwelt auch posten!

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Stephan » Mo, 20.12.2010 14:20

Hättest Du noch hingeschrieben "im Bereich Office-Software", dann hätte man ja bedingt zustimmen können
upps, stimmt erstens und zweitens gebe ich zu das mir das so garnicht aufgefallen war und meine Antwort bezog sich dann doch eher auf die inhaltliche Richtung die im zweiten Teil Deines Satzes steht, nämlich:
auch wenn's mit KOffice, Gnome Office & Co. durchaus auch noch brauchbare Alternativen gäbe
wobei ich dann, in Bezug auf LibreOffice, die Alternative eher bei z.B. OpenOffice.org, NeoOffice und entsprechenden Derivaten sehen würde, ohne jetzt was gegen KOffice etc. gesagt haben zu wollen.



Gruß
Stephan

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von marcello » Do, 30.12.2010 02:07

Aber ist es denn nicht so, das es seit Übernahme von SUN durch Oracle in den Bereichen MySQL und eben OpenOffice ständig zu Querelen kommt?
Wie viele Entwickler von OpenOffice sind denn noch an Bord? Wie viele sind gewechselt.
In einem Linuxmagazin meine ich neulich gelesen zu haben das man von Oracle lediglich noch die Namensrechte haben wolle. :lol:
grüsse an alle
marcello
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Feuerdrache » Do, 30.12.2010 12:56

Ich denke, dass es im Nicht-Windows-Bereich - insbesondere bei den Linux-Distributionen - darauf ankommt, wer weiterhin auf OOo setzt bzw. wer auf LO wechselt. Laut meinem Kenntnisstand soll bei openSUSE mit der bevorstehenden neuen Version oS 11.4 LibreOffice das distributionseigene auf Go-OO basierende OOo ersetzen.

Deshalb sollte gerade LO keinen Schnellschuss bezüglich einer Veröffentlichung einer Version 3.3 starten, sondern durchaus eine intensive und vielleicht zeitlich längere Beta- und RC-Phase nutzen, damit die Einstiegsversion tatsächlich im positiven Sinne nicht nur gegenüber MS-Office, sondern auch gegenüber OOo ein richtiger "Knaller" wird.

Gruß
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Stephan » Do, 30.12.2010 13:55

Wie viele Entwickler von OpenOffice sind denn noch an Bord? Wie viele sind gewechselt.
Es sind praktisch nahezu noch alle bisherigen Entwickler an Bord.

Beispielsweise ist von:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 28420.html

exakt ein Entwickler betroffen, alle anderen Beteiligten sind und waren nie Entwickler von OOo, auch wenn das in verschiedenen Medien gerne anders dargestellt wird.

Die Entwicklung von OOo war und ist vorrangig von angestellten (bezahlten) Entwicklern der Firma Sun bzw. Oracle getragen und genauso ist es auch heute und ein Entwicklerschwund ist dort nicht erkennbar.

(Warum ich das weiß? Weil ich seit mehr als 6 Jahren aktiv an OOo beteiligt bin und die Meisten der obigen Personen kenne.)
Aber ist es denn nicht so, das es seit Übernahme von SUN durch Oracle in den Bereichen MySQL und eben OpenOffice ständig zu Querelen kommt?
Ja, das ist so. Das gabs aber zu Zeiten von Sun auch schon.
Was bei Oracle beklagt wird ist der Stil den Oracle an den Tag legt und diese Kritik besteht wohl auch ganz zu Recht.

Und aufgrund dessen das mit Oracle über Monate keine Einigung zu einigen Fragen erzielt werden konnte, die Einige von den Projektbeteiligten (so z.B. auch ich) für wichtig hielten haben Einige ehemalige OOo-Projektbeteiligte LibreOffice aus der Taufe gehoben und somit bestehen nunmehr zwei Projekte nebeneinander, nämlich LibreOffice und OpenOffice.org - mehr ist nicht geschehen.

Zum Einen ist das nichts sooo Besonderes, denn parallele Projekte zu OOo (z.B. go-oo oder NeoOffice) gabs auch berreeits in der Vergangenheit, zum Anderen ist das Ganze auch nicht negativ, sondern schafft nur mehr Wettbewerb untereinander was potentiell den Anwendern nützt, die zum Einen ihr bevorzugtes Programm wählen können und zum Anderen potentiell darauf hoffen können das der Wettbewqerb ALLE Beteiligten anspornt ihr jeweiliges Programm zu optimieren.
In einem Linuxmagazin meine ich neulich gelesen zu haben das man von Oracle lediglich noch die Namensrechte haben wolle.
Dann scheint dieses Magazin für den Artikel schlecht recherchiert zu haben, denn Oracle führt derzeitig das Projekt normal weiter. Die Namensrechte hat Oracle im Übrigen ganz normal von Sun übernommen, denn die gehörten bisher Sun.
Alles Andere ist Kaffeesatzleserei.




Gruß
Stephan

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Stephan » Do, 30.12.2010 14:15

Ich denke, dass es im Nicht-Windows-Bereich - insbesondere bei den Linux-Distributionen - darauf ankommt, wer weiterhin auf OOo setzt bzw. wer auf LO wechselt.
Natürlich kommt es für LO und OOo darauf an wer das jeweilige Program nutzt, das gilt aber genauso für den Windows-Bereich.

Schaut man sich hingegen die seit Jahren bestehende Situation bei Linux-Distributionen an war dort schon immer go-oo dominierend und trotzdem hat go-oo insgesamt (bezogen auf alle Betriebssysteme) nie einen großen Marktanteil erreichen können.
Das Ganze obwohl go-oo schon immer OOo Einiges voraus hatte.

Generell gehe ich davon aus das fast alle Linux-Distributionen zu LO wechseln werden, das das aber relevant für den Gesamtmarkt wäre sehe ich nicht, denn dort gilt es vor allem Windows-Nutzer zum Umstieg zu bewegen.
damit die Einstiegsversion tatsächlich im positiven Sinne nicht nur gegenüber MS-Office, sondern auch gegenüber OOo ein richtiger "Knaller" wird.
Die Einstiegsversion wird, soweit mir bekannt, absehbar diejenigen Features haben über die go-oo schon in der Vergangenheit verfügt hat, nebst einiger Weiterentwicklungen im 'normalen Rahmen'. Alles das ist lange bekannt und 'Knaller' sind da eher nicht zu erwarten.



Gruß
Stephan

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Feuerdrache » Do, 30.12.2010 15:21

Stephan hat geschrieben:Generell gehe ich davon aus das fast alle Linux-Distributionen zu LO wechseln werden, das das aber relevant für den Gesamtmarkt wäre sehe ich nicht, denn dort gilt es vor allem Windows-Nutzer zum Umstieg zu bewegen.
Da stimme ich Dir zu. Ich habe deshalb bewusst nicht von Marktanteilen oder ähnlichem geschrieben.

Mir kam es darauf an, dass für Linux-Nutzer bzw. potentielle Linux-Umsteiger eine zur Windows-Welt und damit zu MS vergleichbar mächtige und qualitativ hochwertige Office-Software zentral wichtig ist - neben der ganzen OpenSource-Philosophie.

Gruß
Feuervogel

Edit (31.12.2010):

Hallo Constructus,

Du hast mich erwischt! :)

Wünsche Dir und allen im Forum einen "guten Rutsch" ins Neue Jahr 2011!

Gruß
Feuerdrache
Zuletzt geändert von Feuerdrache am Fr, 31.12.2010 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Constructus » Do, 30.12.2010 17:39

Hallo,

seit wann ist der Drache ein Vogel?? <[;-))

Die Informationen widersprechen sich; diese Meldung http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 28420.html ist fast 2 Monate alt und bei dem rasanten Wandel Schnee von gestern. In verschiedenen Foren und Infobörsen widersprechen sich die Meldungen; deren Wahrheitsgehalt kann ich nicht prüfen.

Dort wird berichtet, daß bereits sehr viele Entwickler OOo verlassen haben und zu LO bzw. der Stiftung (?) migriert sind. Außerdem soll das deutsche Projekt fast vollständig ausgestiegen sein. Es gibt auch Listen, die die ausgetretenen Projekteure und Entwickler aufführen.

Im Grunde ist die Diskussion um WIN ein Nullsummenspiel. Wer sich einen neuen Rechner kauft, hat zu 95% WIN in Händen, meist noch mit dem tollen Works. Das wird oftmals gleich durch ein MSO ersetzt. Und erst dann, wenn eine neue Office- Version für 100 und mehr € ansteht, kommen Überlegungen, ob es nicht eine Alternative gibt. So lange, wie das freie Office kostenlos bleibt, soll es den Entwicklern schnurz sein, wie stark verbreitet OO unter WIN ist; sie haben ja keinen finanziellen Erfolg dadurch (Internetweisheit, stammt nicht von mir).

Go-oo und OxygenOffice waren an sich immer etwas weiter als das OOo, aber sie bauten auf OOo auf. Mit LO wird die Situation anders, LO wird wohl ein echter Fork. Die Situation auf dem "freien" Markt ist derzeit total verworren, neben OOo sind auch einige Linuxdistris auf dem Glatteis.
Fortbestandsversprechen sind nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. Sollten sich LO und OOo basismäßig weit auseinanderentwickeln, muß sich leider zeigen, wer überlebt; sonst wäre ein Hin- und Heraustausch noch möglich. Hinter LO stehen ja wohl inzwischen auch kommerzielle Unternehmen als Förderer, nicht nur hinter OOo (Oracle).

LO will sich weit stärker als OOo an MSO anlehnen, vor allem auch den Dokumentaustausch ermöglichen. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen; ob dadurch LO die Chance erhält, MSO auf dem WIN- Desktop abzulösen...??

Für Anwender, die einfach nur mit einem Office arbeiten wollen, dürfte es gleich sein, ob sie OOo oder LO nutzen; für Leute, die eine Bestandsgarantie für ihre Dokumente brauchen, ist das noch lange nicht egal. Freie Software, die nicht in kommerzieller Hand ist, verspricht möglicherweise mehr Beständigkeit als die unter kommerzieller Hand. Das haben verschiedene Linuxdistris gezeigt.

Viele Diskussionen, und nicht nur hier im Forum, zeigen, daß es eine Anwendungs- bzw. Umstiegsempfehlung im Moment nicht gibt. Ich selbst kann es mir erlauben, beide Versionen vorzuhalten; im professionellen Einsatz ist das vielleicht nicht empfehlenswert.

Ein erfolgreiches 2011 wünscht

Constructus
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Stephan » Do, 30.12.2010 19:31

Dort wird berichtet, daß bereits sehr viele Entwickler OOo verlassen haben und zu LO bzw. der Stiftung (?) migriert sind.
Stimmt nicht.
Jeder der sich die Mühe machen will kann nachrecherchieren welche Entwickler tätig waren und sind, da letztlich alle Entwickler auch im Projekt, meist auf Mailinglisten in Erscheinung treten.

Etwas ganz Anders ist im Übrigen das LO tatsächlich etliche freie Entwickler angezogen hat, nur sind das eben keine Entwickler die OOo verloren hätte bzw. (wenn man den Begriff freier Entwickler weiter fassen will) ist ein Entwickler der von go-oo zu LO wechselt leider auch kein zusätzlicher Entwickler.
Außerdem soll das deutsche Projekt fast vollständig ausgestiegen sein
Das stimmt, dazu gibt es auch eine Liste:
http://de.openoffice.org/servlets/ReadM ... sgNo=45491

die letztlich sogar noch unvollständig ist, da einige Personen die sich zurückgezogen haben (beispielsweise ich) mit Absicht, und trotz ihres Rückzug, den Text der Abschiedsmail im konkreten Wortlaut nicht unterschrieben haben und einige Personen wohl deswegen nicht unterschrieben haben weil sie zum konkreten Zeitpunkt nicht erreichbar waren.

Auf dieser gesamten Liste ist aber lediglich eine einzige Person ein Entwickler, alle Anderen waren im Projekt mit anderen Dingen beschäftigt, teils QA, teil Dokus schreiben, teil User-Unterstützung usw.

Nach meiner persönlichen Schätzung dürfte das deutschsprachige OOo-Projekt derzeitig nicht mehr als schätzungsweise 5 regelmäßig Aktive umfassen zzgl. einiger weiterer sporadisch Aktiver. (wohlgemerkt, ich rede hier nur über das deutschsprachige Teilprojekt, nicht über OOo insgesamt)
Darüber wie schnell sich das deutschsprachige OOo-Projekt von dem momentanen Personalverlust erholen wird gestehe ich mir keine Aussage zu, denn ich halte das derzeitig für wirklich schwer einschätzbar.

Es gibt auch Listen, die die ausgetretenen Projekteure und Entwickler aufführen.
Da wäre ich dann aber an einem konkreten Link interessiert.
Hinter LO stehen ja wohl inzwischen auch kommerzielle Unternehmen als Förderer
außer Absichtserklärungen ist mir da leider nichts Konkretes bekannt, im Gegenteil macht die letzte, mir bekannte, Veröffentlichung zur Finanzsituation von LO leider deutlich wie eng es finanziell aussieht, denn die gesamten Spenden für LibreOffice (also quasi Spenden aller Spender, egal ob Firmen oder Privatpersonen) beliefen sich bis 30.11.2010 auf leider lediglich 4857,28 Euro.
(Anmerkung: es geht hierbei tatsächlich um die weltweiten Spenden, der OpenOffice.org Deutschland e.V. verwaltet diese derzeitig nur.)

Quelle:
http://listarchives.documentfoundation. ... 03472.html

Wer für LO spenden möchte kann das hier tun:
http://www.documentfoundation.org/contribution/
für Leute, die eine Bestandsgarantie für ihre Dokumente brauchen, ist das noch lange nicht egal.
Das hoffe ich aber doch, denn sowohl LO als auch OOo setzen prinzipiell auf das OpenDocument-Format (http://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument) dessen Ziel es ja gerade ist die Abhängigkeit von einem bestimmten Programm zu überwinden.
Freie Software, die nicht in kommerzieller Hand ist, verspricht möglicherweise mehr Beständigkeit als die unter kommerzieller Hand.
Das weiß ich nicht bzw. ich glaube auch es kommt nicht nur auf kommerziell oder nichtkommerziell an sondern auf die Absicherung des jeweiligen Projektes insgesamt. Da die TDF ("The Documentfoundation")
derzeitig noch nicht abschliessend gegründet ist lässt sich dort über die zukünftige Absicherung nichts Verbindliches sagen.
Es gibt jedoch eine starke Diskussion über die Notwendigkeit der Absicherung der Code-Basis von LO durch ein sog. CA (Copyright Assignment), wobei ich glaube das der Verzicht auf ein CA für das Projekt fatal wäre, weil er es tendenziell leichter angreifbar macht gegenüber Dritten die dem Projekt schaden wollen.
Wie man sich abschliessend entscheidet bleibt derzeitig abzuwarten.
Viele Diskussionen, und nicht nur hier im Forum, zeigen, daß es eine Anwendungs- bzw. Umstiegsempfehlung im Moment nicht gibt. Ich selbst kann es mir erlauben, beide Versionen vorzuhalten; im professionellen Einsatz ist das vielleicht nicht empfehlenswert.
Das sehe ich genauso.
Deutlich muß man dabei betonen das eine momentane Nichtumstiegsempfehlung zu LibreOffice nichts darüber sagt das LibreOffice nichts taugt sondern einzig Ausdruck der Tatsache ist das das Projekt noch zu neu ist um etwas Fundiertes sagen zu können.
Jeder der interessiert ist sollte derzeitig die Entwicklung verfolgen und, so wie es Constructus hier andeutet, Beides ggf. nebeneinander betreiben.

Für den rein kommerziellen bzw. professionellen Einsatz sollte man vorerst bei OOo bleiben, zumal auch kein Risiko besteht etwas zu verpassen, da beide Projekte (LO und OOo) absehbar noch für längere Zeit so weitgehend identisch sein werden das ein Umstieg durch eine einfache Istallation des jeweiligen Programmes zu erledigen ist.

Bei der längerfristigen Betrachtung muß man wohl leider auch die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des Cloud-Computing berücksichtigen, denn sollte sich das Ganze durchsetzen, stehen, bei momentaner Ausrichtung, sowohl OOo wie LO auf verlorenem Posten.
Nö, ich bin kein Fan von Cloud-Computing, ich denke nur man muß diese Dinge nüchtern sehen.
Ein erfolgreiches 2011 wünscht
Danke gleichfalls, wobei ich mir aktuell besonders wünsche das wir baldigst die Forumssoftware wieder richtig ins Laufen kriegen.


Gruß
Stephan

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Constructus » So, 02.01.2011 19:45

Stephan hat geschrieben:
Außerdem soll das deutsche Projekt fast vollständig ausgestiegen sein
Das stimmt, dazu gibt es auch eine Liste:
http://de.openoffice.org/servlets/ReadM ... sgNo=45491
Es gibt auch Listen, die die ausgetretenen Projekteure und Entwickler aufführen.
Da wäre ich dann aber an einem konkreten Link interessiert.
Entschuldigung, vertan... Ich habe die gesamte private Mailkommunikation mit einem Experten noch mal studiert, er hat die Einschätzungen zuvor etwa gleichlautend erläutert.

Stephan hat geschrieben:
für Leute, die eine Bestandsgarantie für ihre Dokumente brauchen, ist das noch lange nicht egal.
Das hoffe ich aber doch, denn sowohl LO als auch OOo setzen prinzipiell auf das OpenDocument-Format (http://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument) dessen Ziel es ja gerade ist die Abhängigkeit von einem bestimmten Programm zu überwinden.
ODF- Format ist o.k., aber gewisse Ausarbeitungen z.B. in Draw könnten bei nicht so weit ausgefeilten Versionen neuer Bearbeiter dann vielleicht nicht darstellbar sein. Aber auch so ausgeilte Möglichkeiten wie verlinkbare Inhaltsverzeichnisse mit mit Kapitelnumerierung könnten vielleicht von der Version eines anderen Entwicklers nur noch verstümmelt angezeigt werden.
Für mich war das so gemeint, daß man sich vor länger geplanter Nutzung für eine Linie entscheiden muß (OOo oder LO z.B.), damit man bei ja immerhin möglicher Einstellung einer Linie keine Verluste hat. Zugegeben, das ist ziemlich spekulativ.
Stephan hat geschrieben:
Freie Software, die nicht in kommerzieller Hand ist, verspricht möglicherweise mehr Beständigkeit als die unter kommerzieller Hand.
Das weiß ich nicht bzw. ich glaube auch es kommt nicht nur auf kommerziell oder nichtkommerziell an sondern auf die Absicherung des jeweiligen Projektes insgesamt. Da die TDF ("The Documentfoundation")
derzeitig noch nicht abschliessend gegründet ist lässt sich dort über die zukünftige Absicherung nichts Verbindliches sagen.
Es gibt jedoch eine starke Diskussion über die Notwendigkeit der Absicherung der Code-Basis von LO durch ein sog. CA (Copyright Assignment), wobei ich glaube das der Verzicht auf ein CA für das Projekt fatal wäre, weil er es tendenziell leichter angreifbar macht gegenüber Dritten die dem Projekt schaden wollen.
Wie man sich abschliessend entscheidet bleibt derzeitig abzuwarten.
Das CA ist für mein Verständnis Bedingung für einen langen Fortbestand der OO- Linie. Dann sollte zumindest ausgeschlossen sein, daß sich plötzlich jemand die Quellen mit "guten" Anwälten sichern läßt trotz freier Lizenz.
Stephan hat geschrieben:Für den rein kommerziellen bzw. professionellen Einsatz sollte man vorerst bei OOo bleiben, zumal auch kein Risiko besteht etwas zu verpassen, da beide Projekte (LO und OOo) absehbar noch für längere Zeit so weitgehend identisch sein werden das ein Umstieg durch eine einfache Istallation des jeweiligen Programmes zu erledigen ist.

Bei der längerfristigen Betrachtung muß man wohl leider auch die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des Cloud-Computing berücksichtigen, denn sollte sich das Ganze durchsetzen, stehen, bei momentaner Ausrichtung, sowohl OOo wie LO auf verlorenem Posten.
Nö, ich bin kein Fan von Cloud-Computing, ich denke nur man muß diese Dinge nüchtern sehen.

Danke gleichfalls, wobei ich mir aktuell besonders wünsche das wir baldigst die Forumssoftware wieder richtig ins Laufen kriegen.
Was ein Elend. Ich hatte schon die naive Idee, daß jemand, der in der Nähe des Foreneigentümers wohnt und diesen vielleicht persönlich kennt, mal mit der Familie redet. Hoffentlich ist der Eigentümer damit einverstanden, daß zukünftig mindestens ein weiter Teilnehmer eine begrenzte Schlüsselgewalt für Server und Software erhält.

In dem Sinne

Viel Erfolg

Constructus
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Constructus » Di, 04.01.2011 18:27

Bei der längerfristigen Betrachtung muß man wohl leider auch die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des Cloud-Computing berücksichtigen, denn sollte sich das Ganze durchsetzen, stehen, bei momentaner Ausrichtung, sowohl OOo wie LO auf verlorenem Posten.
Nö, ich bin kein Fan von Cloud-Computing, ich denke nur man muß diese Dinge nüchtern sehen.
Hallo zusammen,

ich hab das Thema ein wenig recherchiert; Klarheit gibt's bei was anderem...

Hat hier jemand schon damit in größerem Rahmen zu tun?
Wie sieht die kommerzielle Seite aus, gemeint ist, entstehen da dauernde Kosten im Sinne von Leihe und Miete?

Lohnt das dann für Privatanwender überhaupt?

Wenn ich das Recherchierte richtig verstanden habe, wird ein Teil der Hard- und der Software auf irgendwelche obskuren Server "in der Welt" ausgelagert; USA und China (neben anderen) lassen grüßen... Eine Hardware kann ich mir dabei sowieso nicht ersparen, und eine gewisse Software auch nicht (sonst komme ich erst garnicht ins Netz).

Da "Redmond" als aktiver Verfechter dabei ist, kann es bald notwendig werden, daß sich Privatleute zwangsläufig daran beteiligen, weil sie erst garkeinen Rechner mit vollständiger Hard- und Software mehr kaufen können. Ziemlich sicher ist, daß "freie" Programme dabei als Basis ausfallen werden, es sei denn, mit günstigeren Tarifen für Privatanwender oder kleine Firmen bei Cloud- Computing mit freier Software.

Wie sehr ihr die Situation? Wie gesagt, gesucht habe ich schon, Links helfen eher nicht weiter.

Mit vielen ??

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Thomas Mc Kie » Mi, 05.01.2011 12:26

Hallo Constructus, das wäre nun aber sicher ein neues Thema wert gewesen!

Grüße

Thomas

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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von Constructus » Mi, 05.01.2011 17:48

Hallo Thomas,

recht hast Du- aber im Moment scheint am Forum wieder mal was defekt zu sein. Mal sehen, ob's später wieder korrekt aussieht.

Nette Grüße

Constructus
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Re: Libre Office - Entwicklungsperspektiven?

Beitrag von OpenLaner » Mo, 17.01.2011 03:28

kann man denn aktuell schon etwas sagen worin sich OO und LO unterscheiden oder in zukunft unterscheiden werden? also in sachen features. aufbau etc.?

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